Behindertenarbeit
Nix besonderes
Nach mehr als 50 Jahren Behindertenarbeit in der DPSG hält der Verband an der Vision fest, dass die Teilhabe, Selbstbestimmung und Gleichstellung von Menschen mit Behinderung in Gesellschaft und in unserem Verband gelingt. Mit der Initiative »Nix besonderes« zeichnet die DPSG alle Aktionen aus, die Menschen mit Behinderung ins Zentrum rücken.
Im Sommer 2003 startete ein großer Wettbewerb. Ziel war es, das vielfältige Engagement im Fachbereich Behindertenarbeit und ein partnerschaftliches Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung in der DPSG aufzuspüren und besser bekannt zu machen.
Es ist gelungen. Den ersten Preis sicherte sich der Stamm Hl. Engel aus Hannover für sein Engagement. Er schaffte eine Treppenraupe an, mit der Rollstuhlfahrern gefahrlos und ohne großen Kraftaufwand über Hindernisse geholfen werden kann. Die »Aktion Raupe« gelang durch das partnerschaftliche Miteinander von Kindern mit und ohne Behinderung. Die Kinder engagierten sich für ein Mädchen in ihren Reihen. Der gesamte Stamm war bei der Aktion beteiligt.
Weiterer Preisträger war der Stamm Wolfskeel in Würzburg-Rottenbauer. Die Pfadfinderinnen und Pfadfinder etablierten einen Begegnungsnachmittag zwischen Menschen mit und ohne Behinderungen in einer Turnhalle. Der dritte Preis ging an den Stamm Fred Joseph in Würzburg, die ihre Versprechensfeier mit ihrem integrativen Jungpfadfindertrupp erfolgreich dokumentierten.
Der Wettbewerb »nix besonderes« wird alle zwei Jahre ausgelobt und enthält einen Innovationspreis für besonders innovative Konzepte. In diesem Jahr ging dieser Preis an den AK öffentlichkeitsarbeit in Essen. Er erstellte eine barrierefreie Homepage.
Jede Menge Sinnesspiele
Auf vielfachen Wunsch hier nochmals eine Aufstellung verschiedenster Sinnesspiele der Behindertenarbeit. Lasst Eurer Phantasie freien Lauf, denn schließlich habt ihr ja genug davon! Aus beinah allen hier beschriebenen Spielen lassen sich neu ableiten, entwickeln, zusammensetzen.
Ihr könnt auch eine andere Spielekartei nehmen und einfach mal überlegen, wie man das Spiel abändern müsste, wenn man die Grundvorrausetzungen des Tastens, Sehens, Fühlens, Riechens und Bewegens verändert. Selbst einfache Spiele wie z.B. »Mensch ärger Dich nicht«; bekommen neuen Erlebnischarakter, wenn man sie z.B. blind spielt und Spielfeld und Figuren durch unterschiedliche Oberflächen erkennbar macht. Ihr könnt so viel über das Leben mit einer Behinderung und über Euch selbst lernen - nachleben könnt ihr das Leben von Menschen mit Behinderung nicht!
Wenn ihr also mehr und aus erster Hand erfahren möchtet,
ladet Menschen mit Behinderung zu Euch ein. Erzählt Ihnen was ihr
erlebt habt. Für sie werden einige Sachen leichter sein, dafür
bekommen sie Schwierigkeiten in Situationen, an die Ihr noch gar nicht
gedacht habt. Ein einfacher Grillabend kann schon der Anfang sein ...
Internet ohne Barrieren
Ein wichtiges Thema für Menschen mit Behinderungen ist die "Barrierefreiheit". Das Internet, das die Informationsquelle der heutigen Zeit geworden ist, soll selbstverständlich auch für Menschen mit Behinderungen zugänglich sein. Es ist ein zentrales Medium, um Teilhabe am öffentlichen Leben realisieren zu können. Modernes Design und barrierefreie Gestaltung von Webpräsenzen sind keine Gegensätze, sondern zwei Seiten ein und derselben Medaille.
Mit 10 Regeln zum barrierefreien Web-Design will die Aktion Mensch die Anbieter von Internet-Seiten sowie Designer und Programmierer davon überzeugen. Unter: www.einfach-fuer-alle.de findet ihr viele Infos rund um Barrierefreiheit im Netz.
Die Online-Datenbank www.barrierefrei-kommunizieren.de enthält eine Sammlung behinderungskompensierender Techniken und Technologien, die es behinderten Menschen ermöglichen sollen, sich die Welt des Computers und des Internets zu erschließen. Dabei dient die Datenbank Betroffenen, Angehörigen, Betreuern und Betreuerinnen als Orientierungshilfe und Leitfaden.
Auch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie erarbeitete Material zur barrierefreien Gestaltung von Internetseiten. Weitere Informationen gibt es unter www.digitale-chancen.de
Einen ersten Einstieg für diejenigen, die ihre Internetseite barrierefrei gestalten wollen, gibt es in einem Artikel zum Downlaod aus der DPSG-Diözesanzeitschrift Verbandszeug Münster.
Ansprechpartner
Referat für Behindertenarbeit
Jörg Duda
Bundesamt Sankt Georg
Martinstraße 2
41472 Neuss
Tel.: 02131 / 46 99 86; Fax:02131 / 46 99 99
eMail: E-Mail
Kontakt / Fragen:
Sigried Wingartz 02131/4699-87
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